Offene Andacht im Bahá’í-Zentrum Düsseldorf.

jeden Freitag abend 19.30 -19.50 Uhr

Regelmäßig finden thematische Lesungen aus den heiligen Schriften der Religionen statt, das Heilige Wort aller Religionen soll im Vordergrund stehen und uns Anregung sein, nachzudenken über die geistige Dimension unseres Seins.

,,Nun zu deiner Frage: „Warum beten? Was ist der Sinn des Gebets, denn Gott hat ja alles so eingerichtet, lenkt alle Dinge nach bester Ordnung, teilt allem sein gebührendes Maß zu und stellt jedes Ding an den Platz, an den es am besten paßt – was ist also der Sinn des Bittens, Flehens, die Wünsche darzulegen und Hilfe zu suchen?“ Wisse, daß es sich für den Schwachen ziemt, sich an den Starken zu halten, und daß der Sucher nach Gnade den Herrlichen, den Freigebigen, darum bitten soll. Wer zu seinem Herrn fleht, an Ihn sich wendet und Gnade aus Seinem Meere sucht, der bringt Licht in sein Herz, Erleuchtung in sein Schauen, Leben in seine Seele und sein Wesen wird erhaben.
Beachte, wie dein Herz erquickt wird, wenn du zu Gott flehst und sprichst: »Dein Name ist meine Heilung«, wie da deine Seele durch den Geist der Liebe Gottes entzückt wird, dein Gemüt zum Reiche Gottes sich hingezogen fühlt! Durch diese Anziehung wachsen deine geistigen Anlagen und Fähigkeiten. Wenn das Gefäß vergrößert wird, nimmt das Wasser darin zu, wenn der Durst sich steigert, empfindet der Mensch die Wolke und ihren Segen als angenehm. Dies ist das Geheimnis des Bittens, die Weisheit im Aussprechen der Wünsche.“

,,Der Menschengeist erhält Kenntnisse und neue Kraft durch die Meditation. Durch sie werden Dinge, von denen der Mensch nichts wußte, vor seinen Augen ausgebreitet. Durch sie empfängt er göttliche Eingebung, durch sie erhält er himmlische Nahrung.“

,,Meditation ist der Schlüssel zu den Toren der Geheimnisse. In diesem Zustand löst sich der Mensch von sich selbst; er zieht sich in diesem Zustand zurück von allen Dingen der Außenwelt. In dieser subjektiven Verfassung taucht er ein in das Meer geistigen Lebens und kann die Geheimnisse der Dinge an sich enthüllen. Um dies zu veranschaulichen, denke man sich den Menschen mit zweierlei Sehvermögen ausgestattet: Wenn die innere Sehkraft angewendet wird, sieht das äußere Auge nicht.“